Fussnoten zu: I. Einführung


1) Popper, 1965/87, S. 117-119

2) Unter Historizismus versteht Popper jene Einstellung zu den Sozialwissenschaften, "die annimmt, daß historische Voraussage deren Hauptziel bildet und daß sich dieses Ziel dadurch erreichen läßt, daß man die ›Rhythmen‹ oder ›Patterns‹, die ›Gesetze‹ oder ›Trends‹ entdeckt, die der geschichtlichen Entwicklung zugrunde liegen." (Popper, 1965/67, S. 2)

3) Popper, 1965/87, S. 117-119

4) Haffner, 1985/87, S. 14, 15

5) Zitiert nach Mondrian, 1987, S. 15 (Übersetzung S.B.)

6) Matisse, 1947, S. 81-84 (Übersetzung S.B.)

7) Schelling, 1856-61, zitiert nach Hoffmeister, 1955, S. 67

8) Nietzsche, 1872-74, S. 47

9) Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten theoretischen Konzepte der Psychoanalyse findet sich auf Seite __ dieses Buches.

10) Freud, 1939, GW XVII, S. 70

11) Diese Zusammenhänge wurden schon früh durch Freud aufgedeckt und in mehreren Arbeiten ausführlich besprochen. Der Säugling "halluziniert wahrscheinlich die Erfüllung seiner inneren Bedürfnisse, verrät seine Unlust bei steigendem Reiz und ausbleibender Befriedigung durch die motorische Abfuhr des Schreiens und Zappelns und erlebt darauf die halluzinierte Befriedigung." (Freud, 1911, GW VIII, S. 232, Fußnote)

12) Mit seiner Theorie der beiden Pole unseres Selbst umschreibt Kohut nichts anderes als die elementare Struktur, die das Ich annimmt, wenn es Inhalte des Es oder des Über-Ich integriert. In diesem Sinn steht Kohuts Theorie - trotz gegenteiliger Meinungen vieler Analytiker - in keinem Widerspruch zum Freudschen Konzept des ›psychischen Apparates‹, sondern gibt nur einen anderen Aspekt derselben psychischen Tatbestände wieder. Die beiden Pole des Selbst stellen keine Instanzen dar, sondern funktionelle Verbindungen, die sich aus deren Beziehungsstruktur ergeben. Im exhibitorischen Pol findet die Übereinstimmung zwischen Ich und Es seine psychische Gestalt, im idealisierten Pol die zwischen Ich und Über-Ich.

13) Kant, 1784, S. 20, 21

14) Vgl. Kohut, 1977, S. 223

15) Kunstgeschichtlich: Um diese Zeit bildet sich in Paris um den Maler Edouard Manet die Gruppe junger Künstler, die 1873 die ›Société Anonyme des Artistes peintres, sculpteurs et graveurs‹ begründen sollten (siehe S. _), aus der der ›Impressionismus‹ hervorging. Sozialgeschichtlich: Im belagerten Paris des Winters 1870/71 markierte die Pariser Kommune den Beginn einer neuen Epoche. Nach Haffner ging es dabei "zum erstenmal um die Dinge, um die heute in aller Welt gerungen wird: Demokratie oder Diktatur, Rätesystem oder Parlamentarismus, Sozialismus oder Wohlfahrtskapitalismus, Säkularisierung, Volksbewaffnung, sogar Frauenemanzipation - alles das stand in diesen Tagen plötzlich auf der Tagesordnung. Von allem findet man in der Kommune spontane Urformen." (Haffner, 1985, S. 61).

16) Szczesny, 1974, S. 11

17) Giacometti, 1963, unpaginiert (Übersetzung S.B.)

18) Kohut, 1975, S. 125

19) So unter anderen auch von Herder, Wöllflin, Scheffler, Spengler, Tonybee, Hauser, Focillon

20) Diese Haltung bildet die Ausnahme, die ich aus später zu erörternden Gründen nicht nach der entsprechenden Kunstrichtung, dem Klassizismus, benennen möchte.