Fussnoten zu: VIII. Triumph und Vollendung

1) Zur europäische Kunst der unmittelbaren Nachkriegszeit siehe Z.492 ff.

2) Aus einem Interview mit Howard Putzel, in "Arts and Architecture", Februar 1944 (Übers.d.Verf.)

3) In Pollock, 1947 (Übers.d.Verf.); sehe auch "Westkunst", 1981, S. 118

4) Dazu in gekürzter Form aus Hoffmeister, "Philosophische Begriffe": Die Mystik (von gr. ta mystika, die Mysterien, dies vn gr. myeien, die Augen schliessen) versucht, zur inneren, göttlichen Erleuchtung zu gelangen, in der sich der Mensch der Einheit seines Wesens mit der Welt bewusst wird, und in der sich die Spaltung zwischen Subjekt un Objekt aufhebt. Dies wird erreicht in der Ekstasse (gr. ds Aussichherausgesetzsein, die Erhebung über sich selbts), einem Erregungszustand, in dem die höchste Aufgipfelung des Lebensgefühls erfahren wird. Die Verwendung von Musik und Tanzt, vor Erregungs- und Berauschungsmitteln kann der Erreichung der Ekstase dienen. Der edlere Weg zur Erreichung mystischen Erlebens ist die Übung in Askese, Kontempation und Meditation. (Hoffameister, 1955)

5) Zitiert nach "Amerikanische Malerei", 1973, S. 148

6) Motherwell, 1976, S. 18f.

7) Vgl. Rosenblum, 1973

8) Twombly, 1987, S. 19

9) Schmidt, 1976, S. 29

10) Ebd. S. 35

11) Siehe dazu das Kapitel "Das Weltbild der neuen Physik", insbesondere S. 237-239

12) Zittier nach Steinberg, 1972, S. 31 (Übers. d. Verf.)

13) Zitiert nach Crichton, 1977, S. 41

14) Siehe dazu S. 339, Fussnote 40, sowie S. 464 ff.

15) Crichton, 1977, S. 31

16) Zitiert nach ebd., S. 9

17) "Es gibt nichts, dem alles untergeordnet ist" Zitiert nach Russel/Gablik, 1969, S. 14

18) Ehrenzweig, 1953, S. 180, zitiert nach Crichton, 1977, S. 32, Tomkins, 1965, S. 213 (Übers.d.Verf.)

19) Zitiert nach ebd. S. 38 (Übers.d.Verf.)

20) Zitiert nach Stauffer, 1973, S. 50

21) Hopps, 1965, S. 35, zitiert nach Crichton, 1977, S. 34 (Übers.d.Verf.)

22) Crichton, 197, S. 49 f.

23) Aus einem Gespräch mit Alan Solomon, 1966, zitiert nach Lichtenstein, 1968, unpaginiert

24) Ebd.

25) J. Copland, 1967 zitiert nach ebd.

26) (Ich male in dieser Art, weil ich eine Maschine sein will, und ich fühle: was immer ich auch machesolange ich es maschinell machen kann ist es das, was ich machen will). Swenson, 1963, S. 26

27) In: Berg, 1967, S. 3, zitiert nach Warhol, 1968 (Übers.d.Verf.)

28) Zitiert nach Warhol, 1968, unpaginiert (Übers.d.Verf.)

29) Zitiert nach ebd. Unpaginiert (Übers.d.Verf.)

30) Rose, 1970, S. 9 (Übers.d.Verf.). Die hervorragende Arbeit von Barbara Rose bildet die Grundlage der folgenden Ausführungen

31) In: Pincus-Witten, 1963, S. 38, zitiert nach ebd., S. 37 (Übers.d.Verf.)

32) Zitiert nach ebd. S. 65 (Übers.d.Verf.)

33) Rosenberg, 1962, S. 161-167 (Übers.d.Verf.)

34) Selz, 1963, S. 315, zitiert nach Rose, 1970, S. 91 (Übers.d.Verf.)

35) Sullivan, 1963, S. 86f., zitiert nach Rose 1970, S. 140 (Übers.d.Verf.)

36) In Russel/Gablick, 1969, S. 23-24

37) Zitiert nach Hamilton, 1970, S. 29 (Übers.d.Verf.)

38) In dem heute üblichen Sinn wurde der Begriff "Pop Art" erst 1962 durch den Kunstkritiker Lawrence Alloway eingeführt. (Alloway, 1962, S. 1085-87)

39) In einem Brief an Allison und Peter Smithson von 16.1.1957, zitiert nach Hamilton, 1970, S. 31 (Übers.d.Verf.)

40) Zitiert nach ebd. S. 48

41) Ebd. (Übers.d.Verf.)

42) Den Höhepunkt dieser Tätigkeit bildet die Einrichtung der ersten europäischen Duchamp-Retrospektive in der Tate Galerie (1966), für die Hamilton eigens eine material- und masstabgerechte Replik des "Grossen Glases" hergestellt hat.

43) 1956 hatte er diese unter dem Titel "Espaces imaginaires" in der Galerie Kramer vorgestellt

44) Ich werde die Person und das Werk dieses Künstlers der innerhalb des "Nouveau Réalisme" eine Sonderstellung einnimmt, in einem späteren Kapitel ausführlich besprechen (S. 494 ff.)
45) In "Les nouveaux réalistes", 1986, S. 39

46) Freud, (1938), G.W. XVII, S. 69

47) Dies scheint im Falle des Hyperrealismus nicht zuzutreffen, setzt dieser doch ein beachtliches technischen Können voraus; doch ist dieses Können so anonymer Art, dass die entsprechende Arbeitsleistung grundsätzlich durch Assistenten übernommen werden könnte.

48) Rotzler, 1988, S. 242

49) Motherwell, 1976, S. 18f.

50) Rotzler, 1988, S. 246

51) Man kann diese Gestaltungen der 70er Jahre gar die Gegenwart nicht mit dem "Schwarzen Quadrat" Malewitchs oder monochromen Bildtafeln Rodtschenkos vergleichen. Was vor dem Hintergrund des damaligen Kunstverständnisses eine kühne, revolutionäre Geste, eine individuelle Stellungnahme darstellte, wirkt heute konventionell und hat unter veränderten kulturellen Bedingungen seine einstige Aussagekraft verloren.

52) Rotzler, 1988, S. 248

53) Im Original: "relational painting" (beziehungsmassige Malerei)

54) Im Original: "not relational"

55) Zitiert nach Battcock, 1968, S. 148-164 (Übers.d.Verf.)

56) Zitiert nach Rotzler, 1988, S. 249

57) Bocola, 1987, S.71

58) Zitiert nach Rotzler, 1988, S. 120

59) Edb. S. 133

60) Siehe ebd. S. 135

61) Lohse, 1975, S. 8

62) Ders., 1984, S. 53

63) Rotzler, 1988, S. 160

64) Zitiert nach Krahmer, 1974, S. 22

65) Marie Raymond, seine Mutter, gehört mit Dewasne, Hartung und anderen zur ersten Gruppe ungegenständlicher Maler, welche die Galerie Denise René 1946 ausgestellt. Während acht Jahren ist ihr Salon ein Treffpunkt der literarischen und künstlerischen Avantgarde (siehe "Les nouveaux réalistes", 1986, S. 45). Kleins Vater hingegen malte gegenständliche Bilder.

66) Zitert nach Krahmer, 1974

67) Zitert nach ebd., S. 57

68) Zitiert nach ebd., S. 59

69) Zitiert nach Kramer, S. 41

70) Zitiert nach ebd., S. 96

71) Zitiert nach ebd., S. 64

72) Zitiert nach ebd., S. 99

73) Ebd., S. 102

74) Kramer, 1974, S. III

75) Ebd., S. 138

76) Zwei Wochen vor der lange geplante Darbietung fragt Beuys bei Maciunas an, ob er sich mit einer eigenen Aktion am Festival beteiligen könne. (Siehe die Korrespondenz Macunas-Beuys vom 17.I.1963, zitiert bei Adriani/Konnertz/Thomas, 1964, S. 107)

77) Zitiert nach edb., S. 108 f.

78) Der 20. Juli ist der Jahrestag des 1944 erfolgten und misslungenen Attentats auf Adolf Hitler. Sämtliche Beteiligten wurden hingerichtet.

79) Zitert nach Adriani/Konnertz/Thomas, 1984, S. 127

80) Stachelhaus 1988, S. 166

81) Siehe ebd. S. 169

82) Lieberknecht, 1971, zitiert nach Adriani/Konnetz/Thomas, 1984, S. 155

83) Zitiert nach Beuys, 1969, S. 19

84) Ich muss im Rahmen meiner gedrängten Darstellung auf die Besprechung der grossen Installationen wie z.B. der "Honigpumpe" sowie auf die der Zeichnungen un Multipels verzichten.

85) Diese immer wiederkehrende Behauptung wird durch keinerlei Fakten gestütz.

86) Zitiert nach Stachelhaus, 1988, S. 84

87) Siehe ebd., S. 136 f.

88) Bisher mussten diejenigen, die sich um einen Studienplatz bewarben, eine Mappe mit eigenen Arbeiten vorlegen, auf Grund derer eine Prüfungskommission über eine eventuelle Aufnahme entschied. Beuys hat während all der Jahre von den Studentenunruhen, in denen er an der Akademie unterrichtete, gegen diese Praxis nie einen Eiwand erhoben.

89) Zitiert nach Stachelhaus, 1988, S. 127

90) So steht er zum Beispiel auf der 5.Dokumenta in Kassel (1972) während hundert Tagen von morgens bis abends in seinem "Informationsbüro für direkte Demokratie durch Volksabstimmung" einem neugieringen und sensationslustgen Publikum Rede und Antwort.

91) Stachelhaus, 1988, S. 135

92) Zitiert nach Stachelhaus, 1988, S. 153-156

93) In "Werkstattgespräch" mit Hanno Reuther im Westdeutschen Rundfunk, 1969, zitiert nach Beuys, 1969, S. 41

94) Zitiert nach Beuys, 1969, S.13

95) Ebd.

96) Aus einem Gespräch mit Ernst Günter Engelhard, zitiert nach Beuys, 1969, S. 34

97) "Primär war hier die Idee der Batterie. Diese Filztapel (wie ich schon kleinere gemacht habe) sind Aggregate, die Kupferplatte ist der Leiter. Dadurch entsthet aus der Energie-und Wärmespeicherung des Filzes für mich eine Art Kraftwerk, eine statische Aktion" (Ebd., S. 37)

98) Ebd., S. 3

99) Ebd., S. 45

100) Stachelhaus, 1988, S. 94-95

101) Eliade, 1975

102) In Lévi-Strauss, 1958, S. 183-203

103) Helverfahren, bei denen der Schamane oder der Mediznmann die Ursache der Krankheit -ein Insekt einen kleinen Stein, einen Dorm, einen Wurm oder dergleichen- vorweist oder auspuckt, wurden von vielen Forschern und bei verschiedenen, weit voneinander entfernt lebenden Stämmen beobachtet (unter anderen von Bogaras, de Angulo, Métraux, Park, alle zitiert in Eliade, 1975, S. 247, 292, 295, 317). Dabei scheint der Umstand, dass manche Stammesitglieder den Trick ihres Schamanen duchschauen, den Glauben an dessen Wirksamkeit nicht zu beeinträchtigen. So berichtet Jaime Angulo von einem Achumawi-Indianer, der ihm erklärte: "Ich glaube nicht, dass diese Sachen aus dem Körper des Kranen Kommen. Der Schamane hat sie immer im Mund, bevor er mit der Kur anfängt. Er zieht damit nur die Krankenheit an; er braucht das, um das Gift zu fangen. Wie sollte er es sonst fangen?" (ebd. S. 295).

104) Dieses Denken lässt sich auch als "magisches Denken" bezeichnen (d. Verf.).

105) Lévi-Strauss, 1978, S. 204-225

106) Ebd., S. 218

107) Zitiert nach Eliade, 1975, S. 287

108) Vgl. Kohut, 1975, S. 116-120

109) Als Reliquien werden im katholischen Kult Asche oder Gebeine von Heiligen bezeichnet sowie von ihnen gebrauchte Gegenstände oder solche, die, wie z. B. das Grabtuch Christi, mit ihren Überresten in Berührung gekommen sind. Kirchenrechtlich dürfen Reliquien nur verehrt werden, wenn sie durch dir Urkunde eines dazu berechtigten Klerikers für authentisch erklärt worden sind. Diese Erklärung liefert Beuys mit seiner Signatur.

110) Stachelhaus, 1988, S. 26

111) Mitscherlich, 1967

112) Ebd., S. 25

113) Ebd. S. 30-31

114) Ebd. S. 37

115) Ebd. S. 40

116) Inzwischen liegt mit dem 1996 erschienenen Buch von Frank Gieseke und Albert Market "Flieger, Filz und Vaterland. Eine erweiterte Beuys Biographie "eine entsprechend Untersuchung vor.

117) Stachelhaus, 1988, S. 23

118) Mitscherlich, 1967, S. 67

119) Stachelhaus 1988, S. 64

120) Zitiert nach Adriani/Konnertz/Thomas, 1984, S. 74

121) Zitiert nach ebd. S. 95

122) Dieser archetypische Akt gehört zum klassischen Repertoire des Schamanen und wird dementsprechend im Werk von Eliade auch mehrmals beschrieben.

123) Eine ähnliche "Umkehrungs ins Gegenteil" vollzieht 1521 der von Beuys so bewunderte Ignatius von Loyola, der Begründer des Jesuitenordens (siehe Friedell, 1976, Bd. I., S. 352 ff.).

124) Als solcher betätigte sich der aus Braunau gebürtige Hitler in Wien.

125) Beuys, 1988, S. 35

126) Der von Hermann Rorschach, einem Schweizer Psychiater, 1921 entwickelte Rorschach-Test besteht aus zehn Tafeln mit symmerischen, durch Falzen eines mit Tinte bespritzten Blattes entstandenen Klecksfiguren; die Deutungen dieser Figuren durch die jeweiligen Versuchspersonen werden systematish ausgewertet und lassen Schlüsse auf deren Neigungen, Konflikte und Charakterstrukturen zu.

127) Siehe Hoffmeister, 1955

128) Siehe Charbonnier 1960, Bd. II S. 11

129) Moréas, 1886, zitiert nach Hofstätter, 1965, S. 227 f.

130) Vergleiche meine Ausführungen zum Symbolismus des 19. Jahrhunderts, S. 101 f.

131) Eine ähnliche Geisteshaltung vertritt auch Walter de Maria mit seinem "Lighning Field" (siehe Abb. 381)

.